Begriffe

Rund um den Altar

Altar

Der „Tisch“ auf dem beim Gottesdienst das Abendmahl gefeiert wird. Auch Opferstein.

 

Messbuch

Das Messbuch (Missale Romanum) ist eine Vereinigung mehrerer liturgischer Bücher und beinhaltet die Gebete, Lieder und aktuellen Texte in der im katholischen Gottesdienst üblichen Reihenfolge. Ehemals in Latein, seit dem 2. Vatikanischen Konzil in der Landessprache.

 

Kelch mit Kelchtüchlein

Der Kelch ist ein kostbarer Trinkbecher, der bei der Eucharistiefeier den Messwein aufnimmt! Dieser wird bei der Wandlung in das Blut Christi verwandelt. Das Kelchtüchlein wird zur Reinigung des Kelchs verwendet.

 

 

Hostienschale bzw. Patene

Oft reich verzierter Teller oder flache Schale auf der die große Hostie liegt

 

Kelchvelum

Tuch in den liturgischen Farben, mit dem der Kelch abgedeckt wird. (Heute nur noch selten gebraucht)

 

 

Korporale und Bursa

Das Korporale ( = Leib Christi Tuch) ist ein Leinentuch, das als Unterlage für den Kelch und die Hostienschale dient.
Die Bursa (Bursa = Börse = Tasche) dient zur Aufbewahrung des Korporale.

 

Palla

Abdeckung, damit nichts in den Kelch fallen kann.

 

 

Monstranz

Meist kostbares Gefäß, in dem die konsekrierte Hostie ausgestellt (also hergezeigt) wird. Diese wird durch eine halbmondförmige Klemme, der Lunulla, gehalten.

 

 

Custodia

Behälter zur Aufbewahrung einer konsekrierten Hostie.

 

 

Ziborium

Großer Kelch mit Deckel, für die Aufbewahrung der konsekrierten (= geweihten) Hostien im Tabernakel

 

 

Tabernakel

Meist kostbar gefertigter Schrank zur Aufbewahrung von Ziborium und Custodia. Von Gründonnerstag bis zur Osternacht ist der Tabernakel leer.

 

Ewiges Licht

Symbol für die Anwesenheit Christi im Tabernakel. In Röm. Kath. Kirchen ein Licht (Kerze) hinter rotem Glas, in orthodoxen Kirchen hat das Glas diverse Farben.

 

Messgewänder

Talar

Der Talar ähnelt einem schwarzem Mantel. Er ist das Alltagsgewand des Priesters. Bei Bischöfen und Prälaten ist er rot, bei Kardinälen purpur. Mönche tragen statt dem Talar Kutten.

 

 

Alba
Die Alba ist aus der knöchellangen Tunika aus römischer Zeit entstanden und ist meistens aus Leinen. Das Wort „Alba“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „weiß“. Wie es die Tradition sagt, wird sie mit einem Zingulum ( = das ist dieser weiße Strick, mit dem wir immer die Röcke festziehen, weil sie sonst runter rutschen!) um die Hüfte zusammen geschnürt. Die Stola wird darüber    getragen. Eine andere Form ist die Gewand- und Mantelalba, die aus modernem weißlichen Stoffen gefertigt wird.

Rochett

Ein hemdartiges weißes Gewand (auch Chorrock genannt) das von Ministranten getragen wird. Priester und Diakone tragen es über dem Talar bei feierlichen Handlungen außerhalb der Messfeier.

 

 

Zingulum oder Gürtel

Das Zingulum wird verwendet, um die Alba um die Taille zusammen schnüren zu können. Diesen/s gibt es in verschiedenen Farben. Bei uns in der Pfarre haben wir nur weiße!

 

 

Schultertuch oder Humerale

Ein weißes Tuch, das der Priester über den Schultern trägt. Es gehört zu den Zeichen der Würde eines Priesters oder Diakons

 

 

Stola

Die Stola ist eigentlich nichts Anderes als ein kleiner Schal, der jedoch nicht um den Hals gewickelt, sondern nur gelegt wird. Auch hier gibt es verschiedene Exemplare in den liturgischen Farben.
Die Stola wird als Amtszeichen des Priesters bzw. des Diakons angelegt. Beim Priester hängt es über beide Schultern nach vorne herab, beim Diakon hängt es schräg über eine Schulter.

 

Velum

Das Velum, eine mit einem Kreuz oder einem anderem Symbol (z.B.: Pelikan, IHS, .) bestickte, überbreite Stola ist ein Ehrfurchtszeichen vor dem Leib Christi! Es wird beim „großen Segen“ zum Anfassen der Monstranz verwendet!

 

Chor- oder Vespermantel

Dieser prunkvolle Mantel ist lange und reich an Verzierungen. Der Priester trägt ihn ausschließlich bei feierlichen Andachten und Prozessionen (z.B.: Fronleichnam). Für den sakramentalen Segen wird dem Priester zusätzlich vom Mesner oder Ministranten, das Velum zum Anfassen der Monstranz umgelegt!

 

Kasel oder Messgewand

Es ist das Hauptgewand des Priesters bei den Hl. Messen und wird in den liturgischen Farben getragen. Im alten Rom diente es als Schutzmantel, war jedoch immer sehr teuer, da es in aufwändigster Kleinstarbeit bestickt und bedruckt wurde. Heute ist es immer noch das prachtvollste Kleidungsstück in der Sakristei.

 

Birett

Kopfbedeckung die zum Talar getragen wird. Schwarz für Priester, rot für Bischöfe und Prälaten, purpur für Kardinäle.
Auch andere Berufsgruppen tragen Birette, z.B.: Professoren auf der Universität.

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